auf der heimreise

es schneit. ich sitze im zug, bin auf der heimreise. visavis setzt sich eine ältere, etwas ungepflegte frau hin. ausgerechnet grad visavis! nicht rücksichtsvoll schräg visavis, damit wir beide platz für die füsse hätten, nein! auf der ablage liegen ein paar alte zeitungen. ich mache ihr dort platz, frage sie, ob sie die lesen wolle, sie lächelt kurz. sie sieht nicht glücklich aus.

draussen schneit’s wie verrückt. der zug fährt ab. sie stellt eine organgensaftflasche auf die ablage und sagt etwas von essen, was ich nicht ganz verstehe. dann liest sie in der alten zeitung.

ihre lesebrille ist schräg, sie rückt sie immer wieder zurecht. kurz bevor ich aussteigen muss, kommen wir über die kaputte brille ins gespräch. die brille sei kaputt, das sei so wie im leben, alles gehe kaputt. ich schau sie an, sie hat tränen in den augen. weihnachten sei schlimm, sie spricht leise, ich verstehe nicht alles was sie sagt. sie scheint sehr einsam zu sein, ich schnappe die worte “mann verloren” auf. sie werde an weihnachten einfach im bett bleiben und schlafen, aber das könne sie ja auch nicht …

als ich aufstehe, wünscht sie mir ein schönes weihnachtsfest. ich ihr auch, trotz allem. ich steige aus, bin berührt. ich frage mich, ob wir, wenn es nicht schneien würde, auch ins gespräch gekommen wären.

 

#ERUGF was wo wie warum?

Über das Was - Wo - Wie und Warum wurde  schon durch einige Blogger in den letzten Tagen berichtet, da braucht es eigentlich meinen “Senf” dazu nicht mehr, also kann ich es kurz machen: Was heisst ERUGF?

1. Eidgenössisches Raclette- und Grillfest der Schweizer Blogger und Twitterer #erugf  war die von David Worni @dworni organisierte Verantstaltung, die am letzten Sonntag, dem 31. Juli 2010 in Bern stattfand.

Du willst mehr wissen? Dann lese hier http://erugf.ch/info

Wie kam ich dazu dabei zu sein?

Ich hatte das Glück in der Ausschreibungsnacht nicht schlafen zu können und als Zeitvertreib auf Twitter und Co. ein wenig zu lesen und über David Wornis Ausschreibung des besagten Anlasses zu stolpern. Da packte ich die Gelegenheit beim Schopf und bestellte (alles via iPhone, was übrigens tadellos funktionierte :-) zwei Tickets für mich und meinen Mann. Dass am Mittag des nächsten Tages nichts mehr zu bekommen war, erstaunte nicht nur mich. @dworni haute es aus den Socken – ich freute mich mit ihm.

Letzten Sonntag war es nun also so weit, endlich konnte ich den “berühmten” David Worni und viele weitere spannende und tolle Menschen aus Twitter und Co. persönlich treffen. Mir kam es vor, als hätte das Internet seine Fenster geöffnet. Zum Vorschein kamen lebende, lachende, diskutierende Menschen. Wer hätte das gedacht? … ;-)

http://www.flickr.com/groups/1762934@N22/
http://erugf.ch/

Ich danke David für die tolle Idee und die viele Arbeit – nicht nur mit der Sponsorensuche (das Essen und Trinken war alles GRATIS !!!), ebenso seiner Truppe und allen Helfern und Sponsoren. Ich habe den Anlass sehr genossen!

Speziell hinweisen möchte ich an dieser Stelle auf die Aktion von World Vision Schweiz -  Genaueres ist auch auf der Website http://erugf.ch/ zu lesen.

singen ist cool

seit ein paar monaten singe ich wieder, nur in einem chor, aber trotzdem. es tut  gut!

wer mich kennt weiss, dass ich in jungen jahren sehr gerne im chor unserers gymansiums und nachher im ehemaligenchor mitgesungen habe, es dann aber aus familiären gründen aufgeben musste.

glückliche umstände haben ergeben, dass ich nun in einem neu gegründeten chor mitsinge. ist das schön zu spüren, dass die stimme die höhen noch erklimmt als wäre sie jung, sogar noch besser und schöner in die höhe klettert (kommt mir vielleicht nur so vor ? )

alles alltägliche vergessen, in die musik von brahms, dvorcak und schumann eintauchen – das tut gut.

ich freue mich auf unser konzert. ich freue mich mit diesem chor zusammen so etwas tolles auf die beine stellen zu können. es geht mir gut. so lange habe ich das singen vermisst. anderes war wichtiger, meine familie, mein beruf, meine aufgaben.

die entscheidung zu singen war goldrichtig.

http://www.ars-vocalis.ch/html/konzerte.html

mein projekt #365

seit jahresbeginn läuft auch bei mir ein bescheidenes projekt #365, das heisst ich habe wie viele andere vor, jeden tag im laufe des jahres ein neues foto zu posten.
eigentlich ist das für mich nichts neues, machte ich doch schon seit ca. 3 jahren auf meinem blogspot farbfotosweblog nichts anderes. auch dort erschien jeden tag ein neues bild, anfangs wenigstens. die verpflichtung ist jetzt schon ein wenig grösser aber auch ansporn, die idee wieder konsequent umzusetzen.

also habe ich mich umgesehen welche blogsysteme geeignet wären, einfach in blogspot weitermachen kam nicht in frage. das system ist zu schwerfällig, zu veraltet und für meinen geschmack zu wenig vernetzt, es gibt keine iphoneapp und keine mobileansicht. wäre da noch tumblr gewesen, aber das wollte ich nicht, das publizieren auf meine verschiedenen kanäle wie blogger, twitter, flickr, picasa etc. sollte wenn möglich mit wenigen klicks vom iphone her möglich sein.

hängen geblieben bin ich schliesslich bei posterous. mit diesem system ist ein blog schnell eingerichtet, es gibt ein paar schöne designs, die möglichkeit des autopostings auf andere systeme wie flickr, twitter etc. ist super und es gibt eine iphoneapp! dass die allerdings ihre tücken hat, habe ich erst später gemerkt. sie läuft alles andere als stabil, regelmässiger absturz beim upload inbegriffen. so lange aber nach dem neustart der post noch vorhanden ist, kann ich damit leben. ich habe aber auch schon den post nicht mehr gefunden, nochmals neu gemacht um ihn dann später zweimal vorzufinden …

und trotz allem, es macht spass und ich kann mir vorstellen, dass ich mit posterous das projekt durchziehen kann.

http://farbfotos.posterous.com/

kalender

der verbreiteten meinung, das ipad sei NUR ein modisches, cooles aber eigentlich nutzloses gadget möchte ich entgegenhalten, dass allein schon die kalenderanwendung sich absolut lohnt. zugegeben, über das aussehen liesse sich streiten, das braune lederdesign hätte ich gerne in einer anderen farbe, schade lässt sich das nicht anpassen.

unter diesem text füge ich vier printscreens ein. da ich euch nicht grad alle meine termine um die ohren schlagen will, sind es vier seiten fast ohne einträge. mit einträgen wäre es noch viel anschaulicher.

die synchronisation via mobileme auf mein ical auf dem heimischen imac und auf das iphone klappt tadellos. wäre es nun noch möglich, im iphonekalender die wochenansicht anzuzeigen, wäre ich wunschlos glücklich.

erste schritte

seit letzten freitagabend darf ich nun das ipad 3g 16gb meines mannes ausprobieren. ich wunderte mich keineswegs, dass er an besagtem abend mit dem berühmten weissen plastiksack mit dem apfel drauf nach hause kam. besprochen hatten wir es nicht, es war quasi stilles einverständnis. eigentlich war die vernunft stärker, wenigstens aus der ferne … schwach aber in der nähe.

ich finde es faszinierend, wie die firma apple es fertig bringt, dass so viele menschen sich angesprochen fühlen und HABEN WOLLEN. so hat’s auch uns erwischt :-) wir beide, mein mann und ich, sind schon länger begeisterte iphonenutzer, die ankündigungen des tabletcompis von apple verfolgten wir mit interesse.

die bisher verfügbaren ipad-apps sind noch nicht so viele. besonders gefallen mir der kalender. die darstellung ist genau so, wie ich ihn brauche und wie ich ihn mir auf dem iphone wünschen täte. dort vermissse ich nämlich die wochenansicht mit gut sichtbaren einträgen schmerzlich, dieser kalender hier auf dem ipad ist viel praktischer, er ist sogar schön!
natürlich ist auch das mailprogramm brauchbar, wenn doch etwas gewöhnungsbedürftig.
noch lange nicht alle funktionen habe ich ausprobiert und entdeckt. diesen post schreibe ich zum beispiel mit der wp-app auf dem ipad, wenn ich mich konzentriere geht sogar blind schreiben, na ja, fast wenigstens. das zubehör tastatur wird aber für mich kein luxus sein. dann kann mir das ipad den laptop für zu schreibende protokolle und einfache texte sicher ersetzen. ich weiss, hardcore-ipader würden nie eine tastatur benutzen, das tolle aber ist, dass jede und jeder sich draus machen kann, was zusagt.

übrigens finde ich es megatoll von meinem mann, dass er mir das teil zum ausprobieren überlässt, das ist liebe nicht wahr?
(ja, ich habe mir auch ein gerät bestellt, es hat mich überzeugt. es ist die ideale ergänzung zum iphone.)

masslos übertrieben

was macht man so bei diesem niesligen herbstwetter im frühling? richtig – man widmet sich am besten seinen hobbies. der zufalll wollte es, dass dies für meinen jüngsten sohn und auch für mich schon länger so vorgesehen war.

unser sohn war mit seinem cello den ganzen tag an seiner ersten orchesterprobe überhaupt, ich traf mich mit der ehemaligen chorformation unserer mittelschule. für mich war die heutige probe für die gedenkfeier zu ehren unseres lehrers und dirigenten ziemlich anstrengend, meine stimme ist doch nicht mehr so fit wie ich noch vor drei wochen nach der ersten probe meinte.
mein sohn sagte nach seiner probe, ich hätte MASSLOS übertrieben, ich verstand erst gar nicht was er damit meinte und sah ihn fragend an. also, ich hätte ihm ja gesagt, dass so eine einen tag lange orchesterprobe ungeheuer anstrengend sei, was aber gar nicht zutreffe. ihm täte nur der vierte (gleich der kleine) finger der linken hand und der daumen der rechten hand etwas weh, ja und etwas müde sei er auch. und jetzt soll ich gefälligst die zimmertür wieder zumachen.

beim nachtessen kam dann allerdings aus, dass es doch nicht ganz so masslos übertrieben von mir war, als ich ihn auf eine intensive probe vorbereitete, er klagte doch auch etwas über rückenschmerzen und unbequeme stühle …

kleiner sonntagsrückblick

nun ist er schon fast vorbei dieser zweite maisonntag und letzte ferientag. er hatte von allem etwas zu bieten, von warmem sonnenschein zu wieder abkühlendem regen. die am vormittag das erste mal diesen frühling draussen aufgehängte wäsche wurde schon fast trocken.

ich habe versucht ein paar stationen dieses tages bildlich festzuhalten.
am meisten freude hat es mir gemacht, wieder mal eine halskette aus schmucksteinen zusammenzustellen, aufzuziehen und das resultat als gschänkli schön zu verpacken.

regen

sonntagvormittag, es regnet. ich sitz im wohnzimmer und hör dem geschirspüler und dem tumbler zu. die wichtigsten hausarbeiten sind gemacht.
der gesunde unserer zwei kater liegt schnurrend in meiner nähe – aber doch in sicherer distanz. mein mann bastelt im zimmer über mir an seinen computern, ab und zu sind durch die holzdecke seine bewegungen zu hören. die beiden jungs schlafen noch.

zeit die gedanken schweifen zu lassen.
gedanken über unsere kids, die nun schon so gross sind, über meine arbeit in der schule, die ab übernächster woche wieder viel raum einnimmt, über meine hobbys, die oft mehr arbeit als hobbys sind, über unsere kater, von denen der eine leider ernsthaft krank ist, über …

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